top of page

Karenz-Wiedereinstieg in Österreich: 5 realistische Wege, die niemand offiziell empfiehlt

  • Autorenbild: Bernd Rohr
    Bernd Rohr
  • vor einigen Sekunden
  • 9 Min. Lesezeit

Auf einen Blick

Die meisten Frauen kehren nach der Karenz in den alten Job zurück, obwohl ein großer Teil von ihnen angibt, dass dieser nicht mehr passt. Es gibt fünf realistische Alternativen jenseits des klassischen Wiedereinstiegs: das AMS-Unternehmensgründungsprogramm, WIFI-Weiterbildung mit Quereinstieg, beziehungsbasiertes Beratungs-Business, Solo-Dienstleistung in einer Mama-Nische und Karenz-Coaching für andere Frauen. Dieser Artikel zeigt jeden Weg mit konkreten Förderungen, realen Einkommen und Vereinbarkeits-Realitäten.

Monika & bernd Rohr-


Wenn die Karenz endet, beginnt für viele Frauen die Phase, die niemand gut vorbereitet hat. Der alte Job passt oft nicht mehr — die Stunden, das Pendeln, der Inhalt, der Druck. Aber die offiziellen Beratungen schicken dich in genau diesen Job zurück, weil es das System so vorsieht.

Ich habe meine Frau Monika seit 1985 begleitet und in 40 Jahren Hunderte Frauen beim Neuaufbau erlebt. Was ich gelernt habe: Es gibt mehr Wege als die offizielle Stelle dir zeigt — und manche davon passen besser zum Leben mit Kindern als ein 38-Stunden-Job.

Hier sind die fünf realistischen Alternativen, die in Österreich funktionieren — mit ehrlichen Vor- und Nachteilen, konkreten Anlaufstellen und realistischen Einkommens-Erwartungen.


Die ehrliche Statistik zum Karenz-Wiedereinstieg in Österreich


Bevor wir die Wege durchgehen, ein realistischer Blick auf die Ausgangslage:

•         Über 90 % der Karenznehmer in Österreich sind Frauen

•         Die durchschnittliche Karenzdauer liegt bei 18–22 Monaten

•         Mehr als 70 % der Frauen kehren nach der Karenz zum vorherigen Arbeitgeber zurück

•         Etwa 60 % davon kehren in Teilzeit zurück — oft, weil Vollzeit organisatorisch nicht möglich ist

•         Studien zeigen, dass ein erheblicher Teil dieser Rückkehrerinnen mittelfristig unzufrieden ist mit der Vereinbarkeit

Das System lenkt automatisch in die Richtung „zurück in den alten Job". Das hat institutionelle Gründe: Arbeitgeber sind verpflichtet, den Arbeitsplatz freizuhalten, das AMS-Beratungssystem fokussiert auf Wiedereingliederung, das soziale Umfeld erwartet es. Aber es ist nicht der einzige Weg.


Warum der klassische Wiedereinstieg für viele Frauen nicht mehr passt


Die häufigsten Gründe, die Monika und ich in Gesprächen mit Wiedereinsteigerinnen hören:

Die Arbeitszeiten passen nicht mehr zur Familie. Pendelzeiten, fixe Bürozeiten, Wochenend-Bereitschaften — was vor der Karenz noch ging, kollidiert jetzt mit Kindergarten-Zeiten, Krankheits-Tagen und Familien-Logistik.

Der Job hat sich verändert — oder die eigene Sicht darauf. Was früher selbstverständlich war (Überstunden, Wochenend-Mails, ständige Erreichbarkeit), fühlt sich nach 18 Monaten Pause oft falsch an.

Karrierestillstand wird sichtbar. Während der Karenz haben jüngere Kolleg:innen das Unternehmen weiterentwickelt. Wer zurückkommt, steht oft auf der gleichen Position wie vor 2 Jahren — manchmal mit Gehaltsabschlag.

Persönliche Entwicklung in der Karenz. Viele Frauen entdecken in der Karenz neue Interessen, Fähigkeiten oder Werte. Der alte Job repräsentiert dann oft eine Person, die sie nicht mehr sind.

Wenn du dich in einem dieser Punkte erkennst, ist das kein Versagen. Es ist eine Information. Die Frage ist nicht „Was stimmt mit mir nicht?", sondern „Welcher Weg passt jetzt?


Almgras wiegt sich im Wind, dahinter ein blauer Himmel

Weg 1: Das AMS-Unternehmensgründungsprogramm (UGP) für Wiedereinsteigerinnen


Das AMS-Unternehmensgründungsprogramm ist die unterschätzteste Förderung für Wiedereinsteigerinnen in Österreich. Viele wissen nicht, dass es existiert — oder dass sie dafür berechtigt sind.

Was es ist

Das UGP unterstützt arbeitslos gemeldete Personen (auch Karenz-Rückkehrerinnen, die nach der Karenz nicht direkt zurück in den Job gehen) bei der Gründung einer Selbstständigkeit. Du bekommst bis zu 9 Monate weiteres Arbeitslosengeld bei gleichzeitiger Gründung — also Zeit und finanzielle Absicherung, um dein Geschäft aufzubauen.

Wer ist berechtigt

•         Arbeitslos gemeldete Personen mit Anspruch auf Arbeitslosengeld

•         Frauen, deren Karenz endet und die nicht zum alten Arbeitgeber zurückkehren wollen oder können

•         Personen, die ein konkretes Gründungsvorhaben haben (auch nebenberufliche Gründungen, wenn das später hauptberuflich werden soll)

Was du bekommst

•         Weiterzahlung des Arbeitslosengeldes für bis zu 9 Monate

•         Kostenlose Beratung durch zertifizierte UGP-Träger

•         Hilfe beim Erstellen des Businessplans

•         Begleitung in den ersten Monaten der Selbstständigkeit

Vor- und Nachteile

Vorteile: Finanzielle Absicherung in der kritischsten Aufbauphase. Strukturierte Beratung. Keine direkten Kosten für die Förderung selbst.

Nachteile: Bürokratie. Verpflichtende Teilnahme an Workshops. Anspruch nur, solange du arbeitslos gemeldet bleibst. Nicht alle Gründungsmodelle werden gleichermaßen unterstützt.

Anlaufstelle: dein zuständiges AMS oder direkt die UGP-Träger (in Kärnten z. B. das BFI Kärnten, in Wien der waff).


Weg 2: WIFI-Weiterbildung + Quereinstieg in eine neue Branche


Wenn du in der Karenz festgestellt hast, dass deine bisherige Branche nicht mehr passt, ist der WIFI-Weg ein gut strukturierter Übergang in eine neue Tätigkeit.

Was es ist

Das WIFI (Wirtschaftsförderungsinstitut der WKO) bietet in allen Bundesländern Weiterbildungen vom Tageskurs bis zur 2-jährigen Akademie. Viele Kurse sind speziell für Quereinsteigerinnen konzipiert — von der Buchhaltung über Marketing bis hin zu Trainer:innen-Ausbildungen, Coaching-Diplomen oder Gesundheitsberufen.

Realistische Einkommens-Erwartung

Nach Abschluss einer WIFI-Ausbildung (z. B. zur Trainerin, Coach, Buchhalterin) und 12–24 Monaten Aufbauzeit: 2.000–5.000 € netto pro Monat möglich, abhängig von Branche und Spezialisierung.

Vor- und Nachteile

Vorteile: Anerkannte Qualifikation. Praxisnahe Inhalte. Netzwerk durch Mitschüler:innen. Kombinierbar mit Solo-Selbstständigkeit.

Nachteile: Kurskosten (oft 1.500–5.000 €, teilweise gefördert). Zeitaufwand neben Familie. Nicht alle Diplome führen automatisch zu Aufträgen — die musst du selbst akquirieren.

Förderungstipp: Viele WIFI-Kurse werden über AMS, waff oder Land Kärnten gefördert. Vor Anmeldung immer prüfen, was förderfähig ist.


Weg 3: Beziehungsbasiertes Beratungs-Business (mit Empfehlungskomponente)


Ein Weg, den Monika und ich seit Jahrzehnten begleiten — und der für viele Karenz-Rückkehrerinnen erstaunlich gut funktioniert.

Was es ist

Ein Geschäftsmodell, in dem du dein Einkommen über persönliche Beratung, Produkt-Empfehlungen und den Aufbau eines Teams erzielst. Klassische Direktvertriebs- und Empfehlungsstrukturen funktionieren so. Die Auswahl des seriösen Anbieters ist hier entscheidend — siehe unsere Hinweise unter [Empfehlungsgeschäft erkennen: 7 Warnsignale](/blog/empfehlungsgeschaeft-serioes-erkennen) (Link).

Warum das für Karenz-Rückkehrerinnen oft passt

•         Sehr niedriger Einstieg (meist unter 500 €) — finanziell verkraftbar in der Übergangsphase

•         Volle Zeit-Flexibilität — du arbeitest, wann du Zeit hast, nicht nach Bürozeiten

•         Skalierung über Menschen statt über deine eigene Zeit — wichtig, wenn du nicht permanent verfügbar sein kannst

•         Du arbeitest oft mit anderen Frauen in ähnlichen Lebensphasen — natürliches Netzwerk

Realistisches Einkommen

Nach 24–36 Monaten konsequenter Arbeit (7–10 Stunden pro Woche neben der Familie): 1.500–5.000 € pro Monat realistisch. Wer länger und intensiver dranbleibt, kann deutlich mehr erreichen — aber das ist nicht der Standard und sollte nicht versprochen werden.

Was du wissen musst

Das Modell hat in DACH ein schlechtes Image, weil unseriöse Anbieter dieselbe Sprache wie seriöse verwenden. Wenn du diesen Weg überlegst, prüfe den Anbieter mit den 7 Warnsignalen aus dem verlinkten Artikel. Wer durch die Filter durchfällt, sollte gemieden werden — wer alle 5 Seriös-Kriterien erfüllt, ist eine ernsthafte Option.


Schöne Abendrot-Stimmung in Kärnten. Die Wolken glühen orange bis rot.

Weg 4: Solo-Dienstleistung in einer Nische, die du als Mutter kennst


Die Karenz selbst bringt oft eine neue Form von Expertise mit: Du verstehst Mütter-Probleme aus eigener Erfahrung. Daraus kann eine Dienstleistung werden.

Beispiele für solche Nischen

•         Beratung für andere Mütter zu Themen, die du selbst gemeistert hast (Stillberatung, Schlafberatung, Trageberatung, Tragetuch-Bindeworkshops)

•         Virtuelle Assistenz für andere selbstständige Mütter

•         Tutoring/Lernbegleitung für Schulkinder, wenn du selbst Lehrerin bist

•         Spezialisierte Beratung in deiner ursprünglichen Branche, aber projektbasiert statt angestellt

•         Coaching für Karenz-Rückkehrerinnen — siehe Weg 5

Realistisches Einkommen

Bei 15–20 Stunden Arbeit pro Woche und Stundensätzen von 40–80 € (typisch für beratende Tätigkeiten in Österreich): 2.000–5.000 € brutto pro Monat. Höhere Stundensätze sind möglich bei klarer Spezialisierung.

Vor- und Nachteile

Vorteile: Volle Zeitkontrolle. Direkter Geld-für-Zeit-Tausch ohne Wartezeit. Du bist deine eigene Chefin. Hohe Margen ohne Wareneinkauf.

Nachteile: Du bist das Produkt — wenn du nicht arbeitest, gibt es kein Einkommen. Akquise muss aktiv passieren. Schlecht skalierbar.


Weg 5: Karenz-Coaching für andere Frauen werden


Ein wachsender Markt: Du nutzt deine eigene Karenz-Erfahrung, um andere Frauen durch dieselbe Phase zu begleiten.

Was Karenz-Coaches machen

•         Begleiten Frauen in der Vorbereitung auf den Wiedereinstieg

•         Helfen bei der Standort-Bestimmung („Will ich überhaupt zurück?")

•         Coachen bei Gesprächen mit Arbeitgebern zu Teilzeit- oder Homeoffice-Lösungen

•         Begleiten Selbstständigkeits-Gründungen während/nach der Karenz

•         Bieten Gruppen-Programme oder 1:1-Coachings

Voraussetzungen

Eine Coach-Ausbildung ist hilfreich, aber nicht zwingend. Wichtiger sind eigene Erfahrung, Empathie, Strukturfähigkeit und die Bereitschaft, sich systematisch ein Coaching-Geschäft aufzubauen (Marketing, Akquise, Programm-Entwicklung). WIFI- oder LFI-Diplomausbildungen zur Coachin oder Trainerin sind eine sinnvolle Basis.

Realistisches Einkommen

Stundensatz für Karenz-Coaching in Österreich: 80–150 €. Bei 10–15 Sitzungen pro Woche: 3.000–8.000 € brutto pro Monat möglich nach 12–24 Monaten Aufbau.

Vor- und Nachteile

Vorteile: Hochpreisige Dienstleistung. Sehr sinnstiftend. Gute Vereinbarkeit, weil Termine flexibel setzbar.

Nachteile: Coaching-Markt ist saturiert — Differenzierung ist Pflicht. Du brauchst Marketing-Kompetenz. Im ersten Jahr oft mehrere Stunden Akquise pro Kunde.


Die Vereinbarkeits-Realität: Was funktioniert, was nicht


Egal welchen Weg du wählst — Selbstständigkeit mit Kindern hat eine eigene Logik. Was Monika und ich in vier Jahrzehnten gelernt haben:

Was funktioniert: Realistische Zeit-Erwartungen (10–15 Stunden pro Woche im ersten Jahr, nicht 40), klare Tagesstruktur, Modell mit flexibler Zeiteinteilung, frühzeitig einen Mentor oder Coach, ein verständnisvoller Partner und/oder verlässliche Kinderbetreuung.

Was nicht funktioniert: Versuchen, „nebenbei" Vollzeit-Selbstständigkeit aufzubauen ohne Pause oder Schlaf. Allein arbeiten ohne externe Sparring-Partner. Schuldgefühle gegenüber Kindern, wenn du arbeitest, und gegenüber Kunden, wenn du nicht arbeitest. Ohne klare zeitliche Trennung zwischen Arbeit und Familie.

Mein wichtigster Rat: Wer mit Kindern gründet, sollte nicht versuchen, ein 40-Jahre-Karriere-Tempo aufzubauen. Wer langsam und konsequent baut, kommt weiter als wer schnell startet und nach 12 Monaten ausbrennt.


Der Blick vom Mittagskogel zu den Julischen Alpen. Ein grünes Tal mit etwas Nebel.

Konkrete Anlaufstellen in Österreich


WKO Gründerservice (in jedem Bundesland): kostenlose Erstberatung, Hilfe bei Rechtsform-Wahl und Förderungen.

AMS Unternehmensgründungsprogramm (UGP): siehe Weg 1.

waff (in Wien): Programme „Karenz und Wiedereinstieg" mit Beratung und Förderung.

Frauenberufszentren (FBZ): in vielen Bundesländern, z. B. in Klagenfurt das FBZ EqualiZ (Karfreitstraße 8). Spezialisiert auf Berufsorientierung und Wiedereinstieg von Frauen.

WKO Frau in der Wirtschaft (FiW): Initiative für Unternehmerinnen, kostenlose Netzwerk-Events und Mentoring-Programme.

WIFI Kärnten und andere Bundesländer: Weiterbildungen und Quereinstiegs-Kurse.

Land Kärnten Frauenförderung: regionale Förderungen für Frauen-Gründungen, ähnliche Programme in den anderen Bundesländern.


Was Monika anderen Frauen heute raten würde


Wenn ich Monika frage, was sie heute Frauen am Ende ihrer Karenz raten würde, sagt sie drei Dinge:

Erstens: Triff keine schnelle Entscheidung. Die ersten 3 bis 6 Monate nach der Karenz sind eine Übergangszeit, keine Entscheidungsphase. Wer in dieser Zeit unter Druck den falschen Weg wählt, korrigiert das später nur schwer.

Zweitens: Sprich mit Frauen, die schon dort sind, wo du hinwillst. Nicht mit Freundinnen in der gleichen Situation — sondern mit Frauen, die den Übergang vor 5 oder 10 Jahren gemacht haben. Sie kennen die Stolpersteine und können dir konkrete Erfahrungen geben.

Drittens: Vertraue deinem Gefühl. Wenn der alte Job sich falsch anfühlt, ist das eine ernst zu nehmende Information. Wenn ein neuer Weg sich richtig anfühlt — auch dann, wenn er unkonventionell ist — ist das ebenfalls ernst zu nehmen. Statistik und Beratung helfen, aber die letzte Entscheidung kennst nur du selbst.


Wenn du am Ende der Karenz stehst


Vielleicht hast du diesen Artikel gelesen und einer der fünf Wege hat dich besonders angesprochen. Vielleicht weißt du jetzt: „Zurück in den alten Job will ich nicht — aber was genau dann?"

Wenn du Klarheit brauchst, bevor du eine Entscheidung triffst, kannst du dir kostenlos einen 5-Tage-Impuls per E-Mail holen. Tag 4 ist Monika gewidmet — was sie heute Karenz-Rückkehrerinnen rät, nach 40 Jahren als unternehmerische Mutter und Mentorin.

Wenn du tiefer einsteigen willst und konkret durchsprechen möchtest, was zu deinem Leben passen könnte, ist ein 20-Minuten-Klarheitsgespräch der nächste Schritt. Keine Pitches, keine Verpflichtung. Wir hören zu, fragen ehrlich, und entscheiden gemeinsam: passt es oder nicht.


Ein smaragdgrüner Bach irgendwo in Friaul.

 

Häufige Fragen zum Karenz-Wiedereinstieg in Österreich


Welche Förderungen gibt es für Karenz-Wiedereinsteigerinnen in Österreich?

Die wichtigsten Anlaufstellen sind das AMS Unternehmensgründungsprogramm (UGP) mit bis zu 9 Monaten weiterem Arbeitslosengeld bei Gründung, der waff in Wien mit Karenz-und-Wiedereinstieg-Programmen, WIFI-Förderkurse über AMS und Bundesländer, regionale Frauenförderungen (z. B. Land Kärnten), sowie für Wienerinnen das Programm „FRECH" (Frauen ergreifen Chancen).

Kann ich nach der Karenz direkt selbstständig werden?

Ja, technisch und förderungs-rechtlich ist das vorgesehen. Das AMS-UGP wurde genau dafür konzipiert. Die Erstberatung beim WKO Gründerservice ist kostenlos und gibt dir eine erste Einschätzung, welche Rechtsform und welche Förderungen für deinen konkreten Fall passen.

Wie viel verdient eine selbstständige Karenz-Rückkehrerin realistisch?

Nach 18–24 Monaten Aufbau zwischen 1.500 und 5.000 € netto pro Monat, abhängig vom Modell. Solo-Dienstleistung am Anfang höher (schnellerer Cashflow), beziehungsbasiertes Geschäft langfristig skalierbarer. Die obersten 10 % erreichen 6.000–15.000 €, aber das ist nicht der realistische Durchschnitt.

Was ist das Frauenberufszentrum (FBZ) in Klagenfurt?

Das Frauenberufszentrum Klagenfurt (Karfreitstraße 8, betrieben von der gemeinnützigen Organisation EqualiZ) bietet kostenlose Beratung speziell für Frauen zu Berufsorientierung, Wiedereinstieg, Kinderbetreuung und Selbstständigkeits-Fragen. Ähnliche Einrichtungen gibt es in fast allen Bundesländern.

Wie schaffe ich Selbstständigkeit und Familie gleichzeitig?

Mit realistischen Zeit-Erwartungen (10–15 Stunden pro Woche im ersten Jahr), klarer Tagesstruktur, einem Modell mit flexibler Zeiteinteilung (Online-Termine statt feste Bürozeiten), frühzeitiger Mentoren-Begleitung und einem unterstützenden Partner. Wer versucht, parallel Vollzeit-Karriere und Vollzeit-Familie zu sein, scheitert vorhersehbar.

Was ist, wenn mein Partner skeptisch ist?

Statistisch häufig. Was hilft: ein konkreter 12-Monats-Plan mit messbaren Meilensteinen, ehrliche Risiko-Einschätzung (finanziell und zeitlich), ein Side-Door-Start statt All-In, und ein gemeinsames Gespräch mit einem erfahrenen Mentor oder einer Beraterin. Skepsis ist oft eine Frage von Information, nicht von Ablehnung.

 

Über die Autoren

Monika und Bernd Rohr leben in Feldkirchen, Kärnten, und arbeiten seit über drei Jahrzehnten als Unternehmer-Paar zusammen. Gemeinsam haben sie Handelsnetzwerke in fünf europäischen Ländern aufgebaut und begleiten heute Menschen als Mentoren auf ihrem Weg in die unternehmerische Selbstständigkeit.

Bernd Rohr ist seit mehr als drei Jahrzehnten Unternehmer mit Leidenschaft. Als Marketingspezialist hat er zahlreichen Unternehmen zu mehr Sichtbarkeit und Umsatz verholfen. Er liebt es, Geschäftsmodelle zu verbessern, neue Strategien zu implementieren und Menschen zu „Out Of The Box"-Denken zu motivieren. Seine Jahre im Auf und Ab der Wirtschaft haben ihm einen scharfen Blick für notwendige Veränderungen gegeben. Für Partner und Klienten ist er ein ehrlicher Berater mit Handschlagqualität.

Monika Rohr ist visionäre Unternehmerin sowie Sach- und Kinderbuchautorin. Sie liebt es, geschäftliche Strategien weiterzuentwickeln und Menschen darin zu stärken, mutiger und erfolgreicher zu werden — nicht nur fachlich, sondern auch persönlich. Durch Höhen und Tiefen des Lebens hat sie ein tiefes Verständnis für persönliche Entwicklungs- und Lernprozesse entwickelt. Ihre Erfahrung gibt sie heute weiter als Mentorin, Sprecherin auf Business-Konferenzen, in Audios und persönlichen Gesprächen.

Kommentare


bottom of page